perfekte bewerbung im ki zeitalter
ich weiss, dass das jetzt wahrscheinlich 100 leute schon geschrieben haben. und es ist absolut zwecklos, dass noch ein blogartikel darüber geschrieben wird, wie man die perfekte bewerbung mit der ki schreibt. ich kann euch erzählen, was ich mache, damit die bewerbung perfekt wird.
also: das hauptproblem ist eigentlich, wenn man die stellenausschreibung reinballert und ihm noch irgendwas dazu gibt, dann kommt das motivationsschreiben immer sehr nah an die stellenausschreibung ran. das ist aber tatsächlich nicht das, was die lesen wollen, weil das ki-zeug ja dann immer gleich klingt.
es gibt mehrere möglichkeiten, die ich gut finde. die eine möglichkeit ist: man schreibt einfach selber alle seine gedanken zu der stelle auf und gibt ihm die stellenausschreibung nicht. also meinetwegen: „ich mag dies und jenes, ich bin begeistert von dem und jenem“ und so weiter. wenn du das dann aufgeschrieben hast, bist du aber schon fast beim ganzen schreiben der bewerbung, aber du hast dann noch nicht diese feinen wörter und die zusammenhängenden texte und sowas. und das macht, das kann die ki dann machen, und das kommt dann relativ gut.
in der schweiz musst du ihm immer sagen, er soll das „ß“ weglassen. und interessanterweise habe ich auch rausgefunden: wenn du das sagst, lässt es auch die umlaute weg, teilweise. das heisst, du musst ihm sagen, er muss das „ß“ weglassen, aber die umlaute muss er lassen. und seine bekloppten gedankenstriche muss er natürlich auch lassen, das musst du ihm auch sagen. aber das krassе ist: selbst wenn man dem das gesagt hat, schafft es das meistens nicht. ist das auch so ein ding!
was auch noch sehr interessant ist, das habe ich ja in einem anderen blogartikel schon erwähnt, man kann zum beispiel alles in kleinen buchstaben schreiben oder so. dann kommt das auch nicht so „ki-mässig“ rüber.
und wie gesagt: das ist die erste variante. es gibt noch eine zweite variante.
die zweite variante ist ein bisschen aufwändiger, aber sie funktioniert auch gut. man pastet die stellenausschreibung in die ki und schreibt aber dazu, sie soll sie nur entgegennehmen. dann pastet man den lebenslauf, schreibt auch wieder dazu: „nur entgegennehmen.“
und dann kann man noch was witziges machen: man kann sich mit einem sprachmodell, das auf stimme reagiert, noch mal über die unsicherheiten der stelle unterhalten. und es stellt dann auch so rückfragen, teilweise, weil es ja mit dir redet. und dann kannst du ihm erzählen, was du denkst darüber, und alles, sowas erzählst du ihm alles. und da kommt ja dann ein transkript raus. und das transkript schiebst du dann auch noch mal in die ki und sagst: „es sollte es nur entgegennehmen.“
dann postest du so alle deine stichpunkte nochmal, warum du es machen willst, das soll auch erst mal nur entgegennehmen. und im besten fall antwortet sie dann auch immer nur mit „entgegengenommen.“
und dann bist du eigentlich ready, ihm zu sagen: „so, jetzt schreib das motivationsschreiben daraus und pass mir den lebenslauf an.“ und damit der lebenslauf anpassbar ist, muss er einem guten format sein. und deswegen habe ich mir angewöhnt, lebensläufe in html zu schreiben. dann passt sie den lebenslauf super an, weil sie html auch wieder ordentlich ausgeben kann.
und dann hast du, aus meiner sicht, eine perfekte ki-bewerbung. du kannst natürlich den inhalt vom lebenslauf oder vom anschreiben irgendwie noch in ein schönes word-design packen oder so. aber das ist bei manchen formularen heute für jobs überhaupt nicht mehr notwendig.
und so sieht es aus. also, ich finde, finde, dass das dann so die perfekte ki-bewerbung macht. und die sollten von den ats-systemen nicht sofort aussortiert werden, weil sie ja relativ dementsprechend das liefern, was die ats lesen wollen.
ja, vielen dank für eure aufmerksamkeit, und wir lesen uns!