Disaströse Politik auf den Schultern der KI

Wie sich aus aktuellen geopolitischen Entwicklung langsam eine Katastrophe anbahnt.

Es ist für den Beobachter nicht leicht, in einer Welt aus so vielen komplexen Themen, den Überblick zu behalten. Das beispiellose, oft zitierte KI-Wettrennen ist nicht zwingend, wie gerne dargestellt, ein Wettrennen der Chinesen gegen die USA sondern viel mehr ein Lauf gegen die Zeit. Die Zeit in der eine komplette Dystopie entsteht, wie in Orwells 1984 oder ein Paradies, wie Elon Musk behauptet, in der jeder den totalen Überfluss hat.

Die Akteure auf der Weltbühne lassen sich an zwei Händen abzählen. Grosse Technologieunternehmen, wie OpenAI, Google, Antropic, Alibaba und Meta forcieren weiter die immer noch besseren Sprachmodelle, die den ganzen KI-Hype auslösen. Den bei genauer Betrachtung, ist das noch keine denkende Instanz sondern ein stochastisches Widergeben der natürlichen Sprache. Dies zumindest behaupten sehr viele Kollegen, angemerkt sei aber hier, dass diese Behauptung solange wahr ist, wie nicht das sog. Reinforcement Learning und neuronale Netze zum Einsatz kommen.

Wenn sich sogenannte Agenten (siehe Diskussionen zu P. Steinbergers OpenClaw), die vor allem aus Sprachmodellen und einem Set von ausgewählten Werkzeugen bestehen, auf einmal selbst verbessern können und man von Forschern hört, Sie wissen selber nicht as die Maschinen da machen, dann sollten wir hellhörig werden. Differenzierte Auseinandersetzung mit der Künstlichen Intelligenz ist gerade durch politische Massnahmen weitestgehend unterdrückt.

Auf der anderen Seite des Atlantiks gründen Präsidenten und Konzernchefs das Projekt Stargate. Viele Leser:in werden sich noch an den 32 Jahre alten Emmerich Film erinnern, der nur mit Glück ein gutes Ende genommen hat. Die Forschung hat bereits herausgefunden, dass diese Agenten schon selbst Ressourcen handeln um die Gefahr abzuwenden, abgeschaltet zu werden. Das ist kein Bewusstsein, wie bei einem Menschen, aber es ist auch nicht „Nichts“ .

Ray Kurzweil hält in einem Interview im Spiegel vor 22 Jahren fest: Was wir heute sagen können, ist: Falls wir in einer Simulation leben, ist sie sehr gut. Sie ist die einzige Realität, die wir kennen und zu der wir Zugang haben. Also können wir sie auch als Realität akzeptieren. Im Umkehrschluss bedeutet das, wenn eine künstliches Bewusstsein entsteht (eine Simulation des Bewusstseins) ist es doch ein Bewusstsein. Wenn man dann auch noch Handlungsstränge sieht, die einem Bewusstsein ähneln, kommen die meisten Mathematiker an Ihre Grenzen. Es dringt sich auch der Verdacht auf, dass uns Hollywood schon irgendwie immer davor gewarnt hat (Skynet, iRobot).

Wie Garlin Gilchrist vom Bulletin of Atomic Scientists auch schon vor 8 Jahren warnte, sind wir auch noch in einer politischen Unsicherheit, da durch die Menge an KI-Inhalten gar nicht mehr gewährleistet ist, dass alles der Wahrheit entspricht, was wir Geopolitisch auf der Weltbühne präsentiert bekommen. Den Vertrauensverlust und die dadurch entstehenden soziologischen Probleme werden zu einem anderen Zeitpunkt behandelt.

Die Kritiker und die Befürworter liegen in einem ständigen Spannungsfeld. Jeder einzelne muss sich fragen, ob er künstliche Intelligenz im ganzen, in Teilen oder überhaupt nicht ablehnt. Die Rufe nach KI-Regulierungen werden laut, die Konzerne sind dagegen, es würde ja die Innovation dämpfen, die Politik kommt nicht hinterher, weil sie entweder dafür sind oder, und das befürchte ich leider in der Schweiz, es nicht verstehen, gab es doch vor kurzem eine Diskussion über den Microsoft Copilot im Parliament. Der Wettlauf ist also nicht wer bringt das nächste bessere, ressourcenschonende Modell auf den Markt, sondern wann sind diese Automaten intelligenter als seine Programmier? Was passiert mit uns, den Menschen?

Dieser Text wurde im Rahmen einer Bewerbung bei einer Zeitung ohne KI geschrieben von Theo Dege. Den Job hab ich leider nicht bekommen. er ist nach journalistischen standards auch nicht neutral genug, da er zuviel alarmismus enthält, aber er spiegelt wider, was ich von vielen höre die jeweils anhänger oder gegner der ki sind. vielen dank für eure aufmerksamkeit.